Semaglutid veränderte belohnungsbasierte Entscheidungen bei Menschen mit Depression
Was untersucht wurde
Die Forschenden nutzten eine Computeraufgabe, bei der Menschen zwischen Optionen mit wechselnden Belohnungen wählen. Gemessen wurde, wie sie das Festhalten an der bestbekannten Option gegen das Erkunden unsicherer Optionen abwägen – Prozesse, die bei Depression vermutlich verändert sind. Die Teilnehmenden nahmen 16 Wochen lang orales Semaglutid oder Placebo ein und bearbeiteten die Aufgabe davor und danach.
Was gefunden wurde
Semaglutid erhöhte die Wahl der Option mit der höchsten erwarteten Belohnung, das gezielte Erkunden unsicherer Optionen und das Wiederholen der vorherigen Wahl. Diese Effekte ließen sich nicht durch den Gewichtsverlust während der Studie erklären.
Was die Studie nicht zeigt
Veränderungen in einer Laboraufgabe sind keine Veränderungen der Stimmung oder des Alltags, und diese Analyse berichtet keine Ergebnisse zur Depression. Die Effekte sind klein und die Stichprobe überschaubar: Es handelt sich um einen Hinweis darauf, wie GLP-1-Wirkstoffe im Gehirn wirken könnten, nicht um einen Nachweis eines Nutzens.